Wer hat profitiert? Natürlich die vom Jobcenter favorisierten Zeitarbeitsfirmen.

  • Der Bundesrechnungshof hat die Jobcenter für ihren zweifelhaften Einsatz von Steuergeldern bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen heftig kritisiert.


    Im Kern richtet sich die Kritik des Rechnungshofs gegen eine bestimmte Maßnahme:


    Wenn Firmen Langzeitarbeitslose einstellen, schießen Jobcenter bisweilen einen Teil des Lohns zu. Bis zu 75 Prozent vom Gehalt übernehmen sie für maximal 24 Monate. So sollen schwer Vermittelbare leichter wieder in Lohn und Brot kommen.


    Der Bundesrechnungshof hat nun untersucht, was aus den vermittelten Hartz 4 - Empfängern wurde. Die Ergebnisse waren eigentlich zu erwarten:

    • Bei mehr als 90 Prozent der geprüften Fälle hätten die Vermittelten befristete Arbeitsverträge erhalten, "die in der Regel mit der Förderung endeten.
    • Nur in vier Prozent der Fälle sei es gelungen, die Arbeitnehmer nach der Förderzeit "in eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern".

    Der Effekt der Förderung geht also gegen null. Leidtragende sind die Steuerzahler, die für die Maßnahme der Jobcenter letztlich aufkommen. Allein im Jahr 2014 hat die Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Angaben rund 95 Millionen Euro für Lohnzuschüsse ausgegeben.