Kommentare zum Klimawandel - Alles eine wohlüberlegte Kampagne

  • Greta Thunberg und ihre Bemühungen, gegen den Klimawandel vorzugehen, hat neuen Stoff für kontroverse Diskussionen gegeben.




    Nur noch diese Hoffnung


    Vor Jahren las ich auf einem Kalenderblatt folgenden Witz: Trifft die Erde im Weltall einen anderen Planeten. Sagt der andere zur Erde: „Du siehst schlecht aus Bist du krank?" „Ach", stöhnt die Erde, „ich hab mir da vielleicht etwas eingefangen, ich habe Mensch." „Darauf der andere Planet: „Oh, du Ärmste, das ist wirklich schlimm, aber sei getrost, das geht vorbei." Zugegeben: Der Witz ist sarkastisch. Aber etwas Besseres fällt mir leider nicht mehr ein, wenn
    ich an den Zustand unserer Erde und an den unserer menschlichen Gesellschaft denke. Meine einzige Hoffnung sind die jungen Leute, von denen viele wesentlich mehr begriffen zu haben scheinen als so mancher Politiker, aber auch so mancher Verfasser eines Leserbriefs.


    Hartmut Markert L.


    Lösung nur global möglich


    Als blinden Aktionismus möchte ich es bezeichnen, wenn Umweltaktivisten den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und das Abschalten aller Kohlekraftwerke fordern.


    Unsere Nachbarn betreiben weiter ihre Atomkraftwerke, teilweise in unmittelbarer Nähe der Grenze, und bauen neue, zum Teil mit einem niedrigeren Sicherheitsstandard als die in Deutschland. Das Gleiche gilt für die Kohlekraftwerke. Es wird gegen Windenergie protestiert, weil Vögel beeinträchtigt werden. Es wird gegen Wasserkraft protestiert, weil Fische gefährdet werden. Es wird gegen große Fotovoltaikanlagen protestiert, weil wertvolle Land-und Forstwirtschaftsflächen verloren gehen und es zu Blendungen führen kann. Die Umweltaktivisten demonstrieren gegen Freileitungsstrassen und gegen die Verlegung der Energiekabel in der Erde. Es wollen aber alle den Akku ihres Handys aufladen, am Abend nicht im Dunkeln sitzen, sondern den Komfort nutzen. Wer es realistisch sieht, wird die Ökobilanz der Elektrofahrzeuge - von der haarsträubenden Gewinnung des Lithiums über die energieintensive Herstellung der erforderlichen Akkus bis zur Entsorgung der Akkus - als vernichtend bezeichnen. Leider trauen sich Wissenschaftler, die sich mit diesem Thema befassen, nur hinter vorgehaltener Hand darüber zu berichten. ( ... ) Ich bin der Meinung, dass der Aktionismus uns nicht weiterhilft und die. schon erheblichen Energiekosten noch steigern wird. Wenn für den Umweltschutz etwas getan werden soll, warum werden dann nicht die Autoexporte nach Afrika von Fahrzeugen, die hier nicht mehr fahren dürfen, unterbunden? Warum wird Müll nach Afrika exportiert, obwohl bekannt ist, das die erforderlichen Technologien zur Verwertung der Rohstoffe kaum vorhanden sind? Eine sinnvolle Klimapolitik, bei der auch deutliche Erfolge zu erwarten sind, kann nur global geschehen. Hier ist die gesamte Menschheit aufgefordert, unsere Erde zu erhalten. Das kann Deutschland nicht allein stemmen und schon gar nicht durch einen blinden Aktionismus.


    Peter K.



    Deutschland rettet Welt nicht


    Was da an negativen Berichten je auf uns einprasselt, kann einem schon Angst bereiten. Das Ende der Welt wird schon heraufbeschworen, die halbe Menschheit wird in meterhohen Wellen ertrinken. Ich möchte den massiven und nur dem Profit geschuldeten Holzeinschlag in Brasilien, Indonesien und anderen armen Ländern nicht beschönigen oder die Plastikmüllflut in Ostasien und dem Pazifik. Trotzdem sollten unsere Klimaforscher ehrlich sein und nicht alles auf CO2 und die Luftverschmutzung schieben. Unser kleines Deutschland wird die Welt ganz bestimmt nicht retten, wenn die Großen (USA, China, Indien und Russland) nicht mitmachen. Wir stecken gegenwärtig in einer Phase der Erwärmung, die es seit Millionen Jahren gibt und neben Eiszeiten auch zu Verschiebungen der tropischen Zonen führteDas sind aber lange Zeiträume, die eventuell durch uns beschleunigt werden. Während es gegenwärtig in der Arktis am Nordpol zu schnellerer Erwärmung kommt und das Eis schmilzt, ist die Eisbildung am Pol im Süden um so heftiger. Das bringt auch die Abläufe des Klimas in Nord und Süd durcheinander, und es kommt zu extremen Wetterströmungen. Das können wir leider nur
    sehr schwer beeinflussen, aber wir können etwas zur Milderung tun. Statt einer Greta Thunberg und dieser Hysterie nachzulaufen und Parolen zu rufen, wäre es sinnvoller, wenn diese Jugendlichen den Spaten in die Hand nehmen und artgerechte Bäume pflanzen würden. (...)


    Hartwig Z.