Auf Facebook schildert der jüdische FDP-Politiker Michael Rubin aus Frankfurt am Main, wie er bei einer Demonstration als „Nazi“ beschimpft worden sei.

      Auf Facebook schildert der jüdische FDP-Politiker Michael Rubin aus Frankfurt am Main, wie er bei einer Demonstration als „Nazi“ beschimpft worden sei.

      Also jene sogenannte jüdische Freunde aus dem Lager der SPD/Linke/Grünen kennen bei einer Wahlniederlage keine Freunde mehr, sind auf einmal Judenfeindlich. Es kommt wohl immer darauf an, welche Vorteile man von den jüdischen Menschen erzielen kann.



      Michael Rubin (FDP)

      06.02.2020

      Ich bin kein Nazi!

      Gestern musste ich eine persönliche Premiere erleben. Auf einer so genannten “Mahnwache für Demokratie” in Frankfurt vor der Paulskirche wurde ich als NAZI beschimpft, nur weil ich mich als FDP Mitglied erkenntlich gemacht habe!

      Ich habe dort leider keine Möglichkeit gehabt mich zu äußern, nachdem meiner Parteifreundin Katharina Schreiner eine Stunde früher auf einer ähnlichen Demo das Mikrofon aus der Hand gerissen wurde und Sie mit den Slogans „HAU AB“ und “Wer hat uns verraten, Freie Demokraten“ - was vor allem der Kampfruf der NSDAP gegen die SPD war, von den Bühne vertrieben wurde. Deswegen, nach einer schlaflosen Nacht fühle mich gezwungen ein Statement abzugeben!

      Meine Eltern haben den Holocaust überlebt, viele Familienmitglieder wurden in KZ von Nazis vernichtet oder sind auf den Kriegsfeldern gefallen. Für mich persönlich gibt es nicht schlimmeres als NAZI genannt zu werden.

      Ich musste leider in meinem Leben schon hunderte Male antisemitische Beleidigungen ertragen, vor allem in meiner sowjetischer Heimat, aber leider auch mehrmals hier in Deutschland. Und jetzt bin ich noch NAZI... weil mein sehr geschätzter Parteifreund Thomas L. Kemmerich sich als Kandidat der Mitte einer geheimen demokratischen Wahl gestellt hat und gewonnen hat.